Dem Militär folgten Händler und Handwerker an den Limes, die sich in den Zivilsiedlungen, den sog. vici niederließen. Die Soldaten erhielten im Kastell nur eine Grundversorgung und hatten daher stets Bedarf an verschiedenen Waren und Nahrungsmitteln. An den Straßen entstanden längliche Wohnhäuser, sog. Streifenhäuser, mit Läden, Wirtshäusern oder Werkstätten. Daneben gab es öffentliche Gebäude wie z. B. Tempel, Bäder und Herbergen. Am Ende dieser Dörfer lagen an den Ausfallstraßen die Friedhöfe.
Der vicus von Ruffenhofen ist noch wenig erforscht. Besonders genauere Daten zur Siedlungsgeschichte fehlen noch. Die Zivilsiedlung ist vor allem durch die Luftbildarchäologie und die geophysikalische Prospektion bekannt. Im Römerpark sind ein Tempel und ein Großbau bepflanzt. Ein großer Speicherbau ist mit Sand und Baumscheiben markiert. Am östlichen Gräberfeld zeigt eine Bildwand den damaligen Alltag am Friedhof.

Mit der Jugendbauhütte Regensburg bauten wir einen Teil eines römischen Streifenhauses, das dann den Abschluss eines römischen Gartens bildet. Dieser war vom 24. Mai bis zum 08. September 2019 auf der Gartenschau "Natur in Wassertrüdingen 2019" zu besichtigen. In dem Garten war ein voll funktionsfähiger Backofen, der an Aktionstagen dann genutzt wurde. Der Garten selbst ist kein duftender römischer Rosengarten, sondern ein Nutzgarten, wie er vor 1800 Jahren am Limes zu finden war.

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Weiter Informationen zur Jugendbauhütte Regensburg:

http://www.jugendserver-hamburg.de/?aid=12347